Im Januar haben wir gemeinsam mit dem Verband medizinischer Fachberufe (vmf) eine Petition zur Rettung der hausärztlichen Praxen gestartet. Im Fokus stand dabei die Stärkung der Hausarztzentrierten Versorgung (HZV). Das Minimalziel war klar umrissen: ein Quorum von mindestens 30.000 Unterschriften, welches zu einer öffentlichen Anhörung im Petitionsausschuss berechtigt.
Was als Resultat herauskam, hat sämtliche Erwartungen bei Weitem übertroffen: In nur sechs Wochen haben weit mehr als 600.000 Patientinnen und Patienten die Unterschriftenlisten unterzeichnet. Damit geht die Bundestagspetition als größte der vergangenen Jahre in die Geschichte ein.
Deshalb ist diese Ausgabe unseres Magazins vor allem Ihnen gewidmet, liebe Kolleginnen und Kollegen. Sie haben weder Zeit noch Mühe gescheut, trotz rappelvoller Wartezimmer mitten in der Infektsaison unermüdlich Überzeugungsarbeit zu leisten und Unterschriften zu sammeln. Dieses Engagement ist für uns als Verband Antrieb und Verpflichtung zugleich.
Die schiere Menge an Unterschriften zeigt, wie wichtig der Bevölkerung ihre hausärztliche Praxis ist: 600.000 Menschen erwarten, dass die neue Regierung die Sicherstellung der hausärztlichen Versorgung mit höchster Priorität angeht. Eindrücklicher kann ein Auftrag wohl kaum formuliert werden. Die Politik kann diese Stimmen ihrer Wählerinnen und Wähler nicht ignorieren.
Mit kollegialen Grüßen
Prof. Dr. Nicola Buhlinger-Göpfarth und Dr. Markus Beier
Bundesvorsitzende und Bundesvorsitzender Hausärztinnen- und Hausärzteverband