In den letzten Jahren haben wir eindringlich die Stärkung der hausärztlichen Versorgung gefordert, auf die drängendsten Probleme aufmerksam gemacht und den mangelnden Einsatz der politisch Verantwortlichen bei deren Lösung angeprangert – das gilt für die Entbudgetierung genau wie für die Stärkung der Hausarztzentrierten Versorgung (HZV).
Beides wurde uns verbindlich zugesagt, beides schien jedoch auf der Strecke zu bleiben. Kurz vor Redaktionsschluss haben die Ampelparteien auf den letzten Metern dann doch noch Maßnahmen zur Stärkung der hausärztlichen Versorgung, darunter die Entbugetierung, auf den Weg gebracht.
Diese sind ein wichtiger erster Schritt, um der Krise der hausärztlichen Versorgung endlich etwas entgegenzusetzen. Mit der angekündigten Verabschiedung im Bundestag hätten die Ampelparteien ihr Wort gehalten und ihren Ankündigungen Taten folgen lassen. Das wäre für uns als Verband ein Riesenerfolg!
Die letzten drei Jahre waren zweifelsohne durchwachsen (siehe Artikel “Bilanz durchwachsen“). Aufgeben war und ist jedoch nie eine Option.
Und die aktuellen Entwicklungen geben uns recht: Wir sind in der Lage, unsere Forderungen laut und deutlich zu artikulieren. Dabei wird der Druck aus den Praxen, gemeinsam mit unseren Praxisteams sowie den Patientinnen und Patienten im politischen Berlin wahr- und ernstgenommen.
Daher ist es weiterhin von entscheidender Bedeutung, dass möglichst viele bis zum 17. Februar unsere Petition unterschreiben! So können wir mit Rückenwind in die nächste Legislatur starten. Alle Infos finden Sie unter www.haev.de/petition.
Zum Schluss haben wir noch einen wichtigen Hinweis für Sie: Am 12. Februar findet ein Townhall Meeting statt (siehe Artikel “Fragen Sie Ihre Parteien!“). Hier stellen sich Vertreterinnen und Vertreter der großen demokratischen Parteien einer Diskussion um die Zukunft der hausärztlichen Versorgung. Seien Sie dabei und richten Sie Ihre Fragen direkt an die Politiker!
Mit kollegialen Grüßen
Prof. Dr. Nicola Buhlinger-Göpfarth und Dr. Markus Beier
Bundesvorsitzende und Bundesvorsitzender Hausärztinnen- und Hausärzteverband