Das Ende der Ampelregierung hatte zur Folge, dass viele Reformen im hausärztlichen Bereich nicht mehr umgesetzt wurden. Dabei handelt es sich zum Teil um Vorhaben, die zuvor Jahre gebraucht hatten, um überhaupt in einen Gesetzesentwurf gegossen zu werden. Die Entbudgetierung, die Stärkung der Hausarztzentrierten Versorgung und die Bagatellgrenzen befanden sich bereits auf der Zielgeraden – und wurden dann ad acta gelegt.
Währenddessen spitzt sich die Lage in unseren hausärztlichen Praxen immer mehr zu: Finanzielle Engpässe, das immense Arbeitspensum und wachsender Bürokratiewahnsinn bringen uns zusehends an unsere Belastungsgrenze.
Wann die politisch Verantwortlichen endlich über das Niveau von warmen Worten und vollmundigen Versprechungen hinauskommen und sich bemüßigt fühlen, sich zielorientiert und verbindlich mit den drängendsten Problemen in der hausärztlichen Versorgung zu befassen, steht in den Sternen.
Wir sind nicht bereit, diese Situation länger zu tolerieren. Daher werden wir den Druck auf die Politik erhöhen. Als erste Maßnahme haben wir in enger Partnerschaft mit dem Verband medizinischer Fachberufe e. V. eine Petition beim Bundestag eingereicht (s. Artikel “So retten wir die hausärztliche Versorgung“).
Diese Petition soll ein klares Signal an die kommende Regierung sein: Wir haben einen Auftrag für Sie – von den Bürgerinnen und Bürgern, die wir täglich versorgen.
Deshalb unser Appell an Sie und Ihre Praxisteams: Werben Sie bei Ihren Patientinnen und Patienten um so viele Unterschriften wie nur möglich. Dann wird sich die kommende Regierung definitiv mit unserem Anliegen beschäftigen müssen.
Wir danken Ihnen für Ihre Unterstützung!
Mit kollegialen Grüßen
Prof. Dr. Nicola Buhlinger-Göpfarth und Dr. Markus Beier, Bundesvorsitzende und Bundesvorsitzender Hausärztinnen- und Hausärzteverband
Die Petition finden Sie unter www.haev.de/petition