Die Zahl der für eine Zweitmeinung zur Verfügung stehenden Ärztinnen und Ärzte wächst zwar immer noch, aber die Neuanträge gingen 2023 spürbar zurück. Das geht aus dem jährlichen Bericht der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) zum Zweitmeinungsverfahren hervor.
Wollten sich im Jahr 2022 noch 910 Ärztinnen und Ärzte neu als Zweitmeiner registrieren lassen, stellten 2023 nur 413 einen Antrag. Umgekehrt verhielt es sich bei der Beendigung der Tätigkeit: In 2022 gaben nur 53 Zweitmeinende ihre Tätigkeit auf, 2023 waren es 140.
Die meisten Expertinnen und Experten stehen unverändert zur Schulterarthroskopie (525) und zu Implantationen von Knieendoprothesen (468) bereit. Deutliche Anstiege gab es bei der Zahl der Zweitmeinenden zu Wirbelsäuleneingriffen (349) und zur Beurteilung der Notwendigkeit einer Amputation beim diabetischen Fußsyndrom (131).