Am 15.1. hat die Einführung der elektronischen Patientenakte (E-PA) in den drei Testregionen begonnen. IT-Experten der KV Nordrhein beantworten Detailfragen zur E-PA und geben wichtige Hinweise. So werde sich der bundesweite Rollout der E-PA verschieben.
Der bundesweite Start der E-PA wird sich wahrscheinlich für alle nach hinten verschieben.
Köln. “Es gab einen vorsichtigen händischen Rollout”, erklärte Dr. Thorsten Hagemann, Leiter Stabstelle eHealth KV Nordrhein, am Mittwoch (15.1.) bei der Informationsveranstaltung der KV “E-PA für alle – Status quo am 15. Januar 2025”.
In der Modellregion NRW würden rund 123 Praxen mit insgesamt 22 unterschiedlichen PVS und zehn Krankenhäusern bei der Einführung der E-PA begleitet. 57 Praxen hätten ihren Sitz in Nordrhein, 66 in Westfalen-Lippe aus unterschiedlichsten Fachrichtungen, erklärte Hagemann.
Bundesweiter Rollout frühestens März/April
“Bleiben Sie möglichst entspannt”, lautete die Botschaft von Thomas Höll, IT-Berater bei der KV Nordrhein. Der bundesweite Rollout werde vermutlich erst im März/April und nicht – wie zunächst vorgesehen – Mitte Februar erfolgen.
Dies habe auch Bundesgesundheitsminister Prof. Karl Lauterbach (SPD) am Mittwochmorgen in einer Pressekonferenz so kommuniziert.
Und wenn sich die Einführung der E-PA nach März/April doch noch um vier oder acht weitere Wochen verzögern werde, sei dies nachrangig, betonte Höll. Wichtiger sei eine sichere und hoffentlich funktionierende E-PA für alle, betonte Höll.
Höherer Stellenwert für IT-Sicherheit in Praxen
IT-Sicherheit in der Praxis wird mit der E-PA noch einmal einen ganz neuen Stellenwert bekommen, erklärte Dr. Bahman Afzali, Facharzt für Allgemeinmedizin im nordrhein-westfälischen Bedburg, der in einer der E-PA-Textpraxen arbeitet. Praxisteams müssten hier nicht nur geschult, sondern auch tatkräftig unterstützt werden, findet Afzali. Es handele sich auch um eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.
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