Der bisherige Vorstand des Hausärztinnen- und Hausärzteverbandes Baden-Württemberg bestreitet eine weitere Amtszeit. Die beiden Vorsitzenden Prof. Nicola Buhlinger-Göpfarth und Dr. Susanne Bublitz wurden mit 38 Ja-Stimmen und zwei Enthaltungen beim Hausärztinnen- und Hausärztetag in Stuttgart wiedergewählt.
Der Vorstand wird weiterhin komplettiert von Dr. Thomas Heyer (Schatzmeister), Dr. Simon Schwill (Schriftführer), den Beisitzenden Dr. Yvonne Fechner und Dr. Manuel Magistro sowie den Bezirksvorsitzenden Dr. Jürgen de Laporte (Nordwürttemberg), Dr. Lutz Weber (Südwürttemberg), Dr. Dirk Kölblin (Südbaden) und Dr. Reto Schwenke (Nordbaden).
In einem Leitantrag fordern die Hausärztinnen und Hausärzte, die Hausarztzentrierte Versorgung (HZV) als Basis des geplanten Primärversorgungssystems zu nutzen. Diese sei seit 18 Jahren etabliert und es hätten sich inzwischen bald elf Millionen Versicherte freiwillig für dieses System entschieden, sagte Buhlinger-Göpfarth.
Um die HZV nach Baden-Württemberger Blaupause bundesweit zu fördern, braucht es aus Sicht des Verbandes auch Anreize für die Kassen. Dass die Versicherten von einer besseren Versorgung profitieren, hat die jüngste Evaluation der HZV für die Jahre 2021 und 2022 erneut belegt:
- 1.360.000 unkoordinierte Facharztkontakte weniger in der HZV (2022)
- 24.653 verhinderte Krankenhausaufnahmen in der HZV (2022)
- 24.436 zusätzliche Influenza-Impfungen bei älteren Versicherten in der HZV (2022)
