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Editorial HAEP 04/25NVL: Mehr Arbeit fürs halbe Geld?

Kurz vor der Wahl hat Minister Prof. Karl Lauterbach (SPD) die BZgA in Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) umbenannt (siehe Artikel “BZgA wird zum BIÖG). Letzten April kursierten Gerüchte, dieses Institut solle die Nationalen Versorgungsleitlinien (NVL) übernehmen. Gegen den potenziell staatlichen Einfluss auf medizinische Leitplanken hagelte es heftige ärztliche Kritik, auch seitens des Hausärztinnen- und Hausärzteverbandes. Nun können Sie aber aufatmen.

Seit Anfang Februar steht fest: Die NVL haben beim Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) ein Zuhause gefunden. “Monatelange Hintergrundgespräche und viel Überzeugungsarbeit waren nötig”, kommentierte Dr. Markus Beier, Bundesvorsitzender des Verbandes, die Lösung.

Ein Akt, den man sich hätte sparen können, hätten Bundesärztekammer (BÄK) und Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) das ÄZQ nicht über Nacht aufgelöst. Nun ist es aber fix: Das Zi wird die NVL mit dem Institut für Medizinisches Wissensmanagement der AWMF sowie den Fachgesellschaften erarbeiten. “Die Unabhängigkeit der Leitlinien bleibt gewahrt”, betonen sie.

Noch nicht ganz fix scheint die Finanzierung zu sein – und hierauf wird es ankommen, will man das hohe Niveau der NVL fortführen. Bei Redaktionsschluss hieß es nur oberflächlich, die NVL würden aus Mitteln des Zi und der AWMF gestemmt, andererseits werden BÄK und KBV das Programm fördern. Fachkreise berichten, dass nur die Hälfte des bisherigen Budgets zur Verfügung stehen soll.

Gleichzeitig sollen die NVL jährlich, statt alle fünf Jahre aktualisiert werden. Auf Nachfrage, wie dies bewältigt werden kann, weicht das Zi gegenüber Hausärztliche Praxis aus: “Einstellungen finden statt, sobald klar ist, dass die Umsetzung im stiftungsrechtlichen Rahmen des Zi möglich ist. Dies schließt eine Anfrage an das Finanzamt ein.”

Relevante Details sind also offen. “Für uns und die DEGAM ist essenziell, dass die hausärztliche Perspektive angemessen in allen NVL abgebildet wird”, betont Beier angesichts der Ungewissheit. Dafür ist es wichtig, dass sich nicht zu viele Aufgaben auf die Fachgesellschaften verlagern. Denn die DEGAM ist als einzige an allen NVL beteiligt und müsste sonst sehr viel mehr ehrenamtlich schultern als andere, erklärt DEGAM-Präsident Prof. Martin Scherer in seinem Podcast.

Man darf gespannt sein, welche Lösung die Beteiligten finden. Denkbar wäre so manches, etwa eine Förderung über den Innovationsfonds oder eine Zusammenarbeit mit dem BIÖG, das für die Kommunikation an Laien eigentlich prädestiniert wäre, meint

Ihre

Johanna Dielmann-von Berg

Chefredakteurin Hausärztlliche Praxis

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