Um das Risiko für Harnsteine zu reduzieren, wird oft empfohlen, viel zu trinken. Ein US-amerikanisches Team hat sich nun in einer Studie die Evidenz dazu angeschaut. Teil nahmen fast 1.700 Personen (mittleres Alter: 44 Jahre) mit Harnsteinen in der Vorgeschichte und geringem 24h-Urinvolumen. In der Interventionsgruppe wurden die Probanden per Nachricht daran erinnert, viel zu trinken.
Außerdem wurde ihnen Flüssigkeit verschrieben und sie erhielten finanzielle Anreize, um sich daran zu halten. Ein Coaching half zudem, individuelle Trinkbarrieren zu überwinden. Die Kontrollgruppe erhielt lediglich eine leitliniengerechte Therapie. Primärer Endpunkt war das symptomatische Wiederauftreten von Steinen im Follow-up von zwei Jahren (Harnsteinabgang oder Intervention).
Ergebnis: Das 24h-Urinvolumen stieg in beiden Gruppen an, in der Interventionsgruppe war es nach 6, 12, 18 und 24 Monaten aber höher als in der Kontrollgruppe. Ein symptomatisches Wiederauftreten von Harnsteinen trat bei 154 Personen in der Interventionsgruppe auf (19 Prozent) und bei 165 Personen in der Kontrollgruppe auf (20 Prozent). Auch bezüglich eines Nierensteinwachstums von ≥2 mm oder dem Auftreten neuer Steine gab es keinen Unterschied.
red
Quellen:
1. doi 10.1016/S0140-6736(25)02637-6, 2. Hausärztlicher Newsletter KW23 2026
