Eine Studie stellt den Nutzen der Immunadsorption bei Post-Covid infrage. Zwar lassen sich die als Auslöser diskutierten Autoantikörper aus dem Blut entfernen, die Beschwerden bessern sich dadurch aber nicht, fasst die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie (DGN) die Ergebnisse der kleinen Studie mit 40 Personen zusammen.
Alle Teilnehmenden erreichten mindestens Grad zwei auf der “Post-Covid-19 Functional Status” (PCFS) Skala, die von null bis fünf reicht. Verglichen wurde die Immunadsorption mit einer Scheintherapie. “Im Vergleich zur Scheintherapie hat die Immunadsorption weder Fatigue noch Konzentrationsprobleme, körperliche Belastbarkeit oder Einschränkungen im Alltag positiv beeinflusst”, so die DGN.
Unerwünschte Ereignisse bis zu sechs Wochen nach Behandlung traten bei 10 Personen mit Scheinbehandlung und bei 24 Personen mit Immunadsorption auf. Die meisten waren mild oder moderat. Bei den milden Nebenwirkungen handelte es sich v.a. um eine Blutgerinnung im Schlauchsystem, bei den moderaten v.a. um eine Jugularvenenthrombose.
Quellen: 1. Mitteilung der DGN vom 17. Juni, 2. doi 10.1016/j.lanepe.2026.101744
