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Praxis-ITDiese PVS-Fehler sind besonders häufig

Stürzt die Praxis-Software ab, ist das im Praxisalltag ärgerlich. Eine neue Auswertung des Zi zeigt nun, welche Fehlerarten bei welchem PVS besonders häufig vorkommen: vom Auslesen der eGK bis zum Update. Ein Wechsel kann den Zi-Daten zufolge lohnen - aber nur unter einer Bedingung.

Die nächste Fehlermeldung: Je nach genutztem PVS kann die Arbeit müßig sein.

Berlin. Zwischen den einzelnen Praxisverwaltungssystemen (PVS) bestehen große Unterschiede, was die Häufigkeit von Fehlermeldungen angeht – und Systeme mit höherer Fehlerhäufigkeit ziehen längere Bearbeitungszeiten und mehr benötigte Klicks nach sich, was direkten Einfluss auf die Arbeit von Praxisteams hat. Das zeigen aktuelle Untersuchungen des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (Zi), die damit deutlich eine häufig vorgetragene hausärztliche Kritik untermauern.

Die am Mittwoch (5. Februar) veröffentlichte jüngste Zi-Analyse knüpft nahtlos an eine umfangreiche Bewertung der einzelnen PVS vom Dezember 2024 an. Im Frühjahr soll laut Zi eine weitere Aktualisierung folgen.

“Top 3” der häufigsten Fehler

Ergänzt wurde das Ranking nun unter anderem um eine Auswertung der berichteten Fehlerhäufigkeiten für 17 wesentliche Prozesse im Praxisalltag, darunter tägliche Pflichten wie das Auslesen der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) oder die Nutzung der Kalenderfunktion. “Während Fehler bei der Nutzung der Kalenderfunktion sehr selten auftreten, sind sie bei Updates oder gesetzlich vorgeschriebenen Anforderungen wie der Konnektorverbindung häufig: Selbst die am besten bewerteten Systeme weisen hier Fehlerquoten von 30 bis 50 Prozent auf”, bilanzierte Zi-Vorstandsvorsitzender Dr. Dominik von Stillfried bei der Vorstellung der Ergebnisse in einer Talk-Runde mit ärztlichen Vertretern, aber auch Köpfen aus der PVS-Landschaft.

In der Tat zeigt die online verfügbare Auswertung, dass Fehler bei Online-Terminvergabe (0-10%), Kalenderfunktion (1,2-15%) sowie Kodierung (0-19%) besonders selten auftreten. Die “Top 3” der häufigsten Fehler hingegen sind Signaturvorgang (3,1-72,2%), Konnektorverbindung (29,2-73,3%) sowie das Update des PVS (15-84,8%).

Die Daten stammen aus einer Befragung von über 10.200 Ärztinnen und Ärzten sowie deren Praxispersonal, kombiniert mit objektiven Performance-Messungen aus einer explorativen Feldstudie im Umfeld der KV Nordrhein. Sie sind auch in einer wissenschaftlichen Publikation veröffentlicht (s. Kasten unten).

“Digitalisierung aus der Praxis heraus denken!”

Die Zi-Zahlen stützen damit eine regelmäßig vorgetragene Kritik von Hausärztinnen und Hausärzten aus der Praxis sowie des Hausärztinnen- und Hausärzteverbandes. Auch bei der Vorstellung der Zahlen berichtete Dr. Irmgard Landgraf, hausärztliche Internistin in Berlin, von “unheimlich vielen Klagen” von Praxisteams, die sie in ihren Seminaren für MFA zu Digitalkompetenz erreichten. “PVS-Systeme behindern den Praxisalltag regelmäßig.”

„Digitalisierung muss aus der Praxis heraus gedacht werden“, pflichtete Hausarzt Dr. Jens Wasserburg bei. „Diese Perspektive ist bislang viel zu kurz gekommen.“

PVS-Wechsel: 86 Prozent sind zufriedener

„Besonders aufschlussreich“ sind laut Zi die neusten Erkenntnisse zur Wechselbereitschaft und den Erfahrungen von Praxen, die ihr PVS in jüngerer Zeit umgestellt haben: Zwar berichteten 86 Prozent der Befragten, die ein neues System eingeführt haben, von signifikanten Verbesserungen im Arbeitsalltag.

Aber: Die Bewertungen durch die Wechselnden folgten in der Regel der allgemeinen Nutzerbewertung. Sprich: “Es kommt also darauf an, zu welchem System gewechselt wird”, bilanziert das Zi. Ein Wechsel mache nur dann glücklicher, wenn zu einem der insgesamt als positiv bewerteten PVS gewechselt werde.

Die in der Talk-Runde am Mittwochabend (5. Februar) vertretenen PVS-Anbieter berichteten durchaus von einer wahrgenommenen “Wechselbereitschaft”. Einzelne referierten auch auf die Bewertung durch das Zi, sagte Peter von der Burchard, Geschäftsführer von T2med.

Kritik an Wechselkosten

Gleichzeitig kritisierte Zi-Chef von Stillfried Herausforderungen in Bezug auf Wechselkosten und Datenmigration. „Wer Digitalisierung fördern will, sollte die Praxen mit dem Aufwand eines Software-Wechsels nicht allein lassen“, forderte er mit Blick auf die mitunter hohen Kosten für Praxen. Gerade mit Blick auf die Einführung der elektronischen Patientenakte sei es wichtig, dass Praxen mit funktionaler und nutzerfreundlicher Software ausgestattet sind.

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