Weil sie weder berufsrechtlichen Vorgaben noch der Aufsicht der Ärztekammern unterliegen, bestehen für “Medfluencer” – also Medizinstudierende oder Personen mit medizinischem Hintergrund, die als Influencer in den sozialen Medien mit großer Reichweite agieren – teils regulatorische Lücken.
Darauf weist die Bundestagsfraktion der Grünen in einer parlamentarischen Anfrage an die Bundesregierung hin und warnt vor zunehmenden Falschinformationen rund um gesundheitliche Fragen in den sozialen Medien, auch getrieben durch die Zunahme von Künstlicher Intelligenz (KI) sowie sogenannten Deepfakes.
Ein Beispiel seien Influencer, die Nahrungsergänzungsmittel mit vermeintlich positiven gesundheitlichen Effekten anpreisen.
“Untersuchungen weisen darauf hin, dass ein erheblicher Teil gesundheitsbezogener Aussagen zu Nahrungsergänzungsmitteln in sozialen Medien wissenschaftlich nicht belegt, rechtlich unzulässig oder inhaltlich fehlerhaft ist”, heißt es in der Anfrage. Die Bundesregierung soll unter anderem darlegen, ob sie zusätzlichen regulatorischen Handlungsbedarf sieht.
