Berlin. Zum Internationalen Frauentag am 8. März weisen die Macher des Hilfetelefons „Gewalt gegen Frauen“ auf ihr Beratungsangebot hin. Hausärztinnen und Hausärzte können beispielsweise über Praxisaushänge oder Flyer in ihren Praxen auf das Angebot für betroffene Frauen aufmerksam machen und das Hilfetelefon damit unterstützen.
Das Hilfetelefon “Gewalt gegen Frauen” startete im März 2013 und ist das erste 24-Stunden-Beratungsangebot für Deutschland, das unter der Nummer 116 016 und per Online-Beratung vertraulich und kostenfrei Hilfe und Unterstützung bietet.
„Für viele Frauen ist Gleichstellung noch immer keine Realität und viele sind darüber hinaus von Unterdrückung und Gewalt betroffen“, erklärt das Bundesfamilienamt in einer Mitteilung zum 8. März. Doch gerade einmal 20 Prozent der Betroffenen wenden sich den Angaben zufolge an Beratungs- oder Unterstützungseinrichtungen. Das Hilfetelefon soll eine niedrigschwellige Anlaufstelle bieten.
Das Hilfetelefon richtet sich
- an alle Frauen, die von Gewalt betroffen oder bedroht sind – ganz gleich, ob die Gewalterfahrung in der Vergangenheit oder Gegenwart liegt,
- an Menschen aus dem sozialen Umfeld der Frauen, zum Beispiel Freunde und Verwandte, sowie
- an Fachkräfte wie Hausärztinnen und Hausärzte, die in ihrem Berufsalltag mit dem Thema Gewalt gegen Frauen in Kontakt kommen.
“Wir möchten gezielt auf das Thema geschlechtsspezifische Gewalt aufmerksam machen und betroffenen Frauen zeigen, dass sie nicht allein sind – weder am 8. März noch an allen weiteren Tagen im Jahr”, heißt es.
Praxistipp: Die Infomaterialien des Hilfetelefons “Gewalt gegen Frauen” – Flyer, Aufkleber, Plakate fürs Wartezimmer und andere – stehen als kostenfreier Download zur Verfügung oder können kostenfrei bestellt werden. Die Bestellmenge ist für Privatpersonen auf fünf Exemplare begrenzt, Praxen können bis zu 200 Exemplare bestellen.
Zum Weltfrauentag kann zudem ein Aktionsbild heruntergeladen werden, das beispielsweise in den Sozialen Medien oder als WhatsApp-Status verwendet werden kann.