Berlin. So etwas gibt es nur selten: “Das Gesundheitsministerium steht nach wie vor zum GVSG und der darin enthaltenen Entbudgetierung”, bestätigte Staatssekretär Prof. Edgar Franke (SPD). Ebenso besteht im Bundestag eine Mehrheit – SPD, Grüne, FDP und Union sind dafür. Dennoch schafft es die Entbudgetierung wohl nicht über die Ziellinie. “Das ist schon ein besonderes Maß an Absurdität!”, kritisierte Bundesvorsitzende Prof. Nicola Buhlinger-Göpfarth beim Neujahrsempfang des Hausärztinnen- und Hausärzteverbandes am Mittwoch (15.1.) in Berlin.
Die Koalition habe sich in Kleinstdebatten verzettelt, daher bliebe den Praxen nichts anderes, als ihr Schicksal mit der Hausarztzentrierten Versorgung (HZV) selbst in die Hand zu nehmen. Die jüngst gestartete Petition mit dem Verband der medizinischen Fachberufe (vmf) solle nochmals verdeutlichen, was auf die Menschen zukomme, wenn weiter nichts passiere, ergänzte Co-Bundesvorsitzender Dr. Markus Beier.
Dabei unterstrich er, dass die hausärztliche Versorgung ein wichtiger stabilisierender Faktor für die Demokratie sei. “Und die Demokratie steht aktuell unter Druck. Wir sind uns einig: Hass und Hetze haben in diesem Land nichts verloren!” Dem pflichtete auch Franke bei: “Das Engagement der Hausärztinnen und Hausärzte lindert die Sorge der Bevölkerung, ob die Versorgung für jeden erhalten bleibt.”