Berlin. Nach 14 Jahren und 300 geleiteten Sitzungen hat sich Prof. Josef Hecken in der Sitzung am Donnerstag (18. Juni) „schweren Herzens“ vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) verabschiedet. Der Unparteiische Vorsitzende legt sein Amt zum Ende des Monats nieder, persönliche Gründe machen einen Umzug ins Rheinland nötig, wie er zu Beginn der öffentlichen Sitzung bekanntgab.
In Berlin soll nahtlos Dr. Sonja Optendrenk die Nachfolge antreten. Die 54-Jährige war 2024 nach langjähriger Tätigkeit in Bundesgesundheitsministerium und Bundeskanzleramt als Staatsekretärin in die Landesregierung Hessen gewechselt.
Bereits in der Vorwoche (10. Juni) hatte sich der Gesundheitsausschuss des Bundestags mit der Personalie beschäftigt und „keine Zweifel an der Unabhängigkeit und Unparteilichkeit der Kandidatin“ geäußert. Optendrenk galt damit als vom Ausschuss bestätigt.
Heckens Amtszeit wäre regelhaft bis 2030 gegangen. Bereits zu Jahresbeginn war bekanntgeworden, dass er die Amtszeit jedoch nicht bis zum Ende übernehmen würde.
Seiner designierten Nachfolgerin wünsche Hecken „eine glückliche Hand“, sagte er im G-BA. Auf seinen Wunsch wird es keinen Festakt zum Abschied geben.
