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Gesetzliche KrankenversicherungÄrzteschaft: Sparvorschläge der Kassen “unverantwortlich”

Der AOK Bundesverband hat in einem Papier unter anderem die Rücknahme der Entbudgetierung im pädiatrischen und hausärztlichen Bereich gefordert. Der BVKJ und der Hausärztinnen- und Hausärzteverband nennen den Vorschlag einen „unverantwortlichen Kahlschlag“.

Der AOK-Bundesverband und der GKV-Spitzenverband haben Sparprogramme vorgelegt.

Berlin. Ein Sofortprogramm mit kurzfristigen Finanzierungs- und Sparvorschlägen im Umfang von rund 35 Milliarden Euro, das der AOK Bundesverband am Mittwoch (26.2.) vorgelegt hat, empört die Ärzteschaft. Zuvor hatte bereits der GKV-Spitzenverband Sparmaßnahmen vorgeschlagen.

Insbesondere die vom AOK Bundesverband im Papier: “Stabile Finanzen für Gesundheit und Pflege” vorgeschlagene Streichung der Entbudgetierung der kinder- und jugendärztlichen sowie der hausärztlichen Leistungen kritisieren der Berufsverband der Kinder- und Jugendärztinnen (BVKJ) und der Hausärztinnen- und Hausärzteverband aufs schärfste.

Die Entbudgetierung habe keinen Mehrwert für die Versorgung, argumentiert der AOK Bundesverband im Papier. Die Aufhebung der geplanten Entbudgetierung der hausärztlichen Versorgung umfasste ca. 300 bis 500 Millionen Euro, die Rücknahme der Entbudgetierung bei Kinder- und Jugendärzten ca. 270 Millionen Euro. Im ambulanten Sektor schlägt die Kasse außerdem die Streichung der Terminvermittlungszuschläge (ca. 150 Millionen Euro) vor.

Primärversorgung kein Kostentreiber

Die Primärversorgung sei kein Kostentreiber, betonen die beiden Verbände in einer gemeinsamen Pressemitteilung am Donnerstag (27.2.). Sie warnen, dass Kürzungen in diesem Bereich mittel- und langfristig zu spürbaren Verschlechterungen für die GKV-Versicherten führen würden.

„Die Kostentreiber im Gesundheitswesen sind insbesondere der stationäre Sektor sowie die Ausgaben bei Arzneimitteln. Die Ausgaben im ambulanten Bereich – und insbesondere in den Kinder- und Jugendpraxen sowie in den Hausarztpraxen – sind mit Sicherheit nicht für die Finanzlage der Krankenkassen verantwortlich“, erklärt Prof. Dr. Nicola Buhlinger-Göpfarth, Co-Bundesvorsitzende des Hausärztinnen- und Hausärzteverbandes.

So wird es erst richtig teuer

“Alle Expertinnen und Experten sind sich darüber einig, dass eine gute und flächendeckende Primärversorgung durch Hausärztinnen und Hausärzte sowie Kinder- und Jugendärztinnen und -ärzte nicht nur unerlässlich für eine qualitativ gute Versorgung ist, sondern mittel- und langfristig auch Kosten spart! Wenn Patientinnen und Patienten keine Kinder- und Hausarztpraxen mehr finden, dann gehen sie beispielsweise häufiger in die Notaufnahmen, und das wird dann schnell richtig teuer“, ergänzt Dr. Markus Beier, Co-Bundesvorsitzender des Hausärztinnen- und Hausärzteverbandes.

Statt einen Konfrontationskurs gegen die Ärzteschaft zu fahren, sollten die Krankenkassen gemeinsam mit uns Einsparpotenziale und Effizienzprobleme im System identifizieren, fordert BVKJ-Präsident Dr. Michael Hubmann.

Eine aktuelle Erhebung unter mehr als 1.500 Kinder- und Jugendarztpraxen habe beispielsweise gezeigt, so Hubmann, dass etwa durch versäumte Vorsorgen in den Praxen wirtschaftliche Schäden in Höhe von schätzungsweise 140 Millionen im Jahr entstünden. red

Das Papier des AOK Bundesverbandes finden Sie unter: Stabile Finanzen für Gesundheit und Pflege

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