Hier oben in den Weinbergen weht der Wind und es riecht nach feuchter Erde. Wenn am frühen Morgen im saarländischen Perl die ersten Sonnenstrahlen die Weinberge in ein warmes Licht tauchen, erwacht das grenzenlose Dreiländereck.
In den Steilhängen gehen die Winzer durch die Rebzeilen, prüfen die Rebstöcke, schieben Blätter behutsam beiseite und beobachten, wie die Trauben heranreifen. Wo heute die Reben der Moselregion üppig die Hänge hinab ins Tal reichen, verlief einst eine streng bewachte Staatsgrenze.
Wer Nachbarn besuchen, Freunde treffen oder ein Feld auf der anderen Seite bewirtschaften wollte, benötigte einen Passierschein. Den Reben jedoch war das gleichgültig. Sie wachsen tief verwurzelt im gemeinsamen Muschelkalkboden.
Auch die Winzer Thomas Schmitt aus dem Saarland, John Clouet aus Frankreich und ein Kollege von der luxemburgischen Mosel dachten über Grenzen hinaus. So entstand der Dreiländerwein. Eine Cuvée, die Geschichte und Kultur der Region in sich vereint.
