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ReiseberichtEiskaltes Vergnügen

In der kalten Jahreszeit kehrt in den deutschen Jachthäfen meist Ruhe ein, denn bei frostigen Temperaturen verliert die Seefahrt ihren Reiz. Doch die Eventagentur teamgeist am Südufer des Wolziger Sees, in der Gemeinde Heidesee, nahe Berlin, sieht das anders. Im Dahme-Seenland sprießen kreative Ideen, um dem Winter zu trotzen.

Der Naturhafen am Wolziger See in friedlicher winterlicher Ruhe.

Ein kleiner Teil des Hafens ist von einer dünnen Eisschicht überzogen und die Landschaft in ein sanftes Weiß gehüllt. Das An-Bord-Steigen auf das Schiff über den Steg ist etwas schwierig. Skipper Julius gibt präzise Tipps: “Setze zuerst den rechten Fuß vor den Ankerkasten, …” Die Crew agiert konzentriert und vorsichtig . Es ist ein Moment, in dem sich alles langsamer anfühlt, als ob die Zeit selbst den Winter respektiert.

Die Crew rudert aus dem Hafen ins offene Wasser und bereitet sich darauf vor, die Segel zu setzen. Während das Wasser des Sees sanft gegen die Schiffswand plätschert und die Segel im Wind schlackern, spürt man die Strahlen der Wintersonne auf der Haut und den frischen, kalten Wind im Gesicht. Einige der Gäste segeln bei der zweistündigen Tour das erste Mal. “Keine Sorge”, erklärt Skipper Julius, “zunächst werdet ihr die grundlegenden Segelkenntnisse erlernen, um als Team gemeinsam den Kurs der Segelyacht zu bestimmen.”

Dann ertönt sein Kommando: “Klar zur Wende!” Jetzt heißt es anpacken. Der Skipper gibt weitere Anweisungen: “Trimmt die Segel und navigiert das Schiff sicher durch den Wind, so dass wir nur noch den Wellen ausgeliefert sind!” Das Setzen der Segel erfordert Zeit und kann nicht einfach auf Knopfdruck geschehen. Unter der Aufsicht des Skippers steuert das Team eigenständig über den See.

Visionäre Ideen

Dieses Erlebnis fördert Teamgeist und Kommunikation auf besondere Weise, so lautet die Philosophie von Isabel und Michael Haufe, den Initiatoren und Investoren des 360°-teamgeist-Resorts am Wolziger See. Vor 30 Jahren gründeten sie das Unternehmen teamgeist, das heute als größter Anbieter von Events in Deutschland gilt. “Jetzt möchten wir Familien sowohl im Beruf als auch in der Freizeit ein zweites Zuhause mitten in der Natur bieten und aktive Begegnungen ermöglichen”, erklärt Michael Haufe.

Er, der mit seiner Hochseeyacht Polaris bereits die Welt umsegelt hat, setzt mit seinen visionären Ideen neue Trends in einer Zeit, in der innovative Arbeitsmethoden, agiles Arbeiten, Teamresilienz und veränderte Familienstrukturen das Bild unserer Gesellschaft prägen. Der Frost schade den robusten Schiffen nicht. Wenn der See zugefroren ist, bleiben die Boote im Hafen.

Abenteuer Ruhe!

Warum nicht mal einen Wintertag im Wald verbringen? Es lohnt am Ufer des Wolziger Sees entlangzulaufen. Denn hier beginnt ein anderes Abenteuer. Ruhe! Linker Hand der See und rechterhand der Wald, wo die Bäume wie von Puderhand weiß bestreut sind. Lage und Aussicht sind an kalten Tagen einmalig.

Der Wolziger See glitzert im Licht der Wintersonne, die sich durch die dünnen Wolken kämpft und einen warmen Schimmer auf das Wasser wirft und irgendwann zwitschert der erste Vogel. Doch die meisten Waldbewohner haben sich schlafen gelegt. Die Bäume legen ebenfalls eine Ruhepause ein. Trotz der Ruhe wirkt so ein Spaziergang in den Wintermonaten wie ein sanfter Stimmmungsaufheller.

Schaut man zum See, sieht man einen Schwan auf der Suche nach einer leichten Mahlzeit. Ein paar Enten folgen ihm, während etwas abseits Graugänse schnattern. Umherstreifende Füchse und Rehe bringen das Unterholz zum Knacken. Ein Fernglas kann dabei helfen, die Tiere aus der Nähe zu betrachten, ohne sie zu stören.

“Es gibt nichts Schöneres als am frühen Morgen auf den See zu fahren und seinem Handwerk nachzugehen”, schwärmt Fischer Martin Köllnick. Er kennt die besten Plätze und Zeiten für jeden einzelnen Fisch: Aale, Hechte, Schleie, Barsche, Karpfen, Zander und natürlich auch Welse. Doch jetzt im Winter ist das Fischen nicht möglich.

“Auf der faulen Haut bis zum Saisonbeginn liege ich trotzdem nicht”, sagt er mit einem Schmunzeln. Die Reusen müssen repariert werden, einige Maschen sind kaputt, und der Komoran hat es sich zur Gewohnheit gemacht, die Aale am Schwanz herauszuziehen.

Seine Räucherei im Ort Heidesee ist bekannt und geschätzt. Ab Frühling, wenn die Saison beginnt, werden die frisch gefangenen Fische vom Räuchermeister aufs Köstlichste veredelt.

Besuch beim Brotsommelier

In Gräbendorf befindet sich eine weitere Perle der Region, die Backstube von Holger Schürer. Hier lohnt es sich, einen Schritt hineinzuwagen, nicht nur wegen der feinen Torten und duftenden Brote, sondern auch weil Holger Schürer der erste Brotsommelier Brandenburgs ist. “Teig braucht Zeit”, erklärt der Bäckermeister mit einem wissenden Lächeln, während seine Mitarbeiter emsig in der Nacht gewerkelt haben.

Er verrät eines der einfachen Geheimnisse handwerklich gefertigter Brote. In ihrer Grundversion benötigen sie lediglich Sauerteig, Salz und Wasser. Die Freude am Experimentieren und das Erfinden neuer Brotsorten sind für ihn mehr als nur ein Beruf. Es ist seine Leidenschaft. Diese kreative Ader erlernte er während seiner einjährigen Ausbildung zum Brotsommelier an der Bundesakademie des Bäckerhandwerks im baden-württembergischen Weinheim.

Inzwischen kann er gar nicht mehr zählen, wie viele verschiedene Brotsorten aus seiner Backstube hervorgegangen sind, stets unter Verwendung regionaler Zutaten, wie Kräuter der Saison. Kinder lieben den Bäcker auch, es gibt eine kleine Spielecke im Haus, und sie können in der Backstube Teig kneten, verarbeiten und beobachten, wie im Ofen Brot oder Brötchen entstehen. Wer einen Backkurs für Stollen, Brote oder Brötchen sucht, ist bei ihm und seiner Frau, Bäckermeisterin Jana Schürer, richtig.

Lust auf Geschichte? Da lohnt sich ein Blick in die Kirche des Ortes. Die zwei Glocken unter dem Dach der Kirche wurden 1922 in Bochum gegossen. Während sie nach ihrer Einweihung noch von Hand geläutet wurden, werden sie seit 1996 automatisch bewegt.

Es lohnt sich im Winter die kleine Ackerstadt Mittenwalde zu besuchen, wo die bunten Häuserfassaden und die rote Backsteinkirche selbst an grauen Wintertagen leuchten. Mit einem Kirchenlied und einer Tasse Glühwein in der Hand kann man die Kälte besiegen.

Der Naturhafen am Wolziger See in friedlicher winterlicher Ruhe.Ruhe, Freiheit, kalter Wind im Gesicht und die Strahlen der Wintersonne auf der Haut – das ist Winter-Segeln.Ein Besuch beim Brotsommelier Holger Schürer eröffnet neue Horizonte.Erst im Frühling gibt’s bei Fischer Martin Köllnick wieder frisch geräucherte Fische.

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