Die Diagnostik von Synkopen ist komplexer, als es auf den ersten Blick scheint.
Der 65-jährige Herr K.* kommt mit dem Rettungsdienst in die Notaufnahme. Nach Angaben der Ehefrau sei er in den letzten drei Stunden mehrfach synkopiert. Er selbst kann sich daran nicht erinnern und sagt, es gehe ihm gut. Er wirkt genervt und berichtet, seine Frau habe gegen seinen Willen beim Rettungsdienst angerufen.
Eine erste klinische Untersuchung ergibt einen hypertensiven Blutdruck von 170/100 mmHg sowie eine bradykarde rhythmische Herzfrequenz von 35 bis 40 Schlägen pro Minute. Die Auskultation von Herz und Lunge ergibt keinen pathologischen Befund. Die periphere Sauerstoffsättigung ist mit 99 Prozent normal. Klinische Zeichen einer Herzinsuffizienz wie periphere Ödeme bestehen nicht. Es wird ein EKG geschrieben (s. Abb. 1).
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