Mit Ensitrelvir hat die Europäische Kommission eine neue Arznei zur Postexpositionsprophylaxe von Covid-19 zugelassen [1]. Es hemmt die virale 3-Chymotrypsin-like-Protease (3CL), die für die Vermehrung des Virus nötig ist. So verringert es die Wahrscheinlichkeit, dass sich das Virus in ausreichender Zahl vermehrt, um eine Erkrankung auszulösen.
Eine Studie mit 2.387 Personen habe gezeigt, dass Ensitrelvir bei Kontaktpersonen von an Covid-19 Erkrankten eine Erkrankung verhinderte, berichtet die europäische Zulassungsbehörde EMA. “Innerhalb von zehn Tagen nach der ersten Dosis entwickelten drei Prozent, die Ensitrelvir einnahmen, eine symptomatische Covid-19, verglichen mit neun Prozent, die ein Placebo erhielten” [2].
Zu den häufigsten Nebenwirkungen (bis zu 1 von 10) gehörten hohe Triglyceride, Kopfschmerzen, Durchfall und Übelkeit. Das orale Medikament wird einmal täglich über fünf Tage eingenommen. Die Behandlung sollte so bald wie möglich und innerhalb von drei Tagen nach engem Kontakt mit einem Sars-CoV-2-Infizierten starten.
Quellen: 1. EU-Kommission vom 21. September, 2. EMA zu Ensitrelvir
