Der Sächsische Hausärztetag, der am 15. und 16. November 2024 bereits zum 31. Mal stattfand, hat sich zum wichtigsten Forum der sächsischen Hausärztinnen und Hausärzte entwickelt. Der SHÄV hat im Rahmen der zweitägigen Veranstaltung wieder ein vielfältiges Fortbildungsprogramm mit zahlreichen Vorträgen und informativen Workshops für das gesamte Praxisteam auf die Beine gestellt.
“Die Veranstaltung war mit knapp 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmern der erfolgreichste Sächsische Hausärztetag bisher”, freuten sich Dr. Amrit Forker-Tutschkus und Dr. Franziska Pecher-Werner, die seit diesem Jahr die wissenschaftliche Leitung übernommen haben.
“Der Schwerpunkt lag 2024 noch stärker auf Veranstaltungen für Weiterbildungsassistenten und Teams (VERAHs und MFA)”, berichtet Forker-Tutschkus. Im Fokus standen Themen wie Dermatoskopie und Sonographie, aber auch Infos zu den Leitlinien der DEGAM im Bereich Osteoporose.
Daneben wurden auch schwierige Fragen, denen sich die Allgemeinmedizin stellen muss, thematisiert, wie z. B. medikamentöser Schwangerschaftsabbruch oder rationeller Antibiotikaeinsatz.
Hausarztzentrierte Versorgung muss gestärkt werden
Im Mittelpunkt des berufspolitischen Forums “Gesundheitspolitik – Meet the Experts” mit prominenten Gästen aus Politik und Gesundheitswesen stand die Frage, was die sächsischen Hausärztinnen und Hausärzte aktuell besonders bewegt.
Mit dabei waren u. a. der Bundesvorsitzende des Hausärztinnen- und Hausärzteverbandes, Dr. Markus Beier, der Vizepräsident der SLÄK, Prof. Dr. Uwe Köhler und Dr. Stefan Windau, Vorsitzender der Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen, die sich den zahlreichen Fragen aus dem Publikum stellten. Kompetent moderiert wurde das Forum von den beiden Vorsitzenden des SHÄV, Dr. Torben Ostendorf und Dr. Susann Hennesthal.
Ostendorf kritisierte: “Wir Hausärztinnen und Hausärzte bilden mit unseren Praxisteams das Fundament der Gesundheitsversorgung für unsere Gesellschaft. Aktuell wird jedoch wenig getan, um die ambulante Versorgung zu stärken und für die Zukunft abzusichern”. An Ideen und Verbesserungsvorschlägen fehlt es dem Hausärztinnen- und Hausärzteverband nicht.
Zentral dabei ist und bleibt die Hausarztzentrierte Versorgung (HZV), die gestärkt werden muss.
Ein Highlight der Veranstaltung war der traditionelle Gesellschaftsabend, der die Möglichkeit zum Austausch in ungezwungener Atmosphäre bot. In diesem Jahr wurde sogar ein DJ engagiert, denn bei all den wichtigen fachlichen Themen darf das Feiern nicht zu kurz kommen.
KL