“Die Stärkung der Resilienz des Gesundheitssystems muss als Ziel in allen gesetzgeberischen Vorhaben im Gesundheitswesen berücksichtigt werden”, lautet eine Forderung des 130. Deutschen Ärztetages. Das Bundesministerium für Gesundheit müsse deshalb unter anderem das derzeit in Vorbereitung befindliche “Gesundheitssicherstellungsgesetz” als umfassendes “Vorsorge und Sicherstellungsgesetz” konzipieren und ohne Verzögerung verabschieden, so die Ärztinnen und Ärzte Mitte Mai in Hannover.
Auch sollten Reformvorhaben im Krankenhauswesen, der Notfallversorgung und der Primärversorgung auf den Aufbau resilienter Strukturen und Prozesse ausgerichtet werden. Im Zivil- und Katastrophenschutz müssten alle Ebenen und Akteure klar definiert und aufeinander abgestimmt werden.
Außerdem fordert das Ärzteparlament auf Bundesebene die Einrichtung eines Lagezentrums für Gesundheit. Zur Stärkung der Klimaresilienz müssten Klimaschutz und Klimaanpassung konsequent umgesetzt werden. Unter anderem fordert der Deutsche Ärztetag hier verbindliche Hitzeschutzpläne, ein bundesweites Hitzealarmsystem sowie effektive soziale Schutzmaßnahmen für vulnerable Gruppen.
red
