Die Ergebnisse
Von den 570.137 Personen erhielten 26,9 Prozent Apixaban; 8,8 Prozent Edoxaban; 39,1 Prozent Rivaroxaban sowie 4,6 Prozent Dabigatran; außerdem 20,7 Prozent einen VKA (zu 99,4 Prozent handelte es sich um Phenprocoumon).
Die häufigste Indikation für die orale Antikoagulation war Vorhofflattern- oder flimmern (zwischen 42,6 Prozent in der Rivaroxaban-Gruppe und 74 Prozent in der Dabigatran-Gruppe). Der mittlere CHA2-DS2-VASc lag zwischen 4,0 in der Exoxaban- und 4,2 in der Apixaban-Gruppe, in der Rivaroxaban-Gruppe lag er allerdings mit 3,6 etwas niedriger.
- Primärer Endpunkt war das Gesamtüberleben (Tod aufgrund jeglicher Ursache). Zur Bewertung von Wirksamkeit und Sicherheit der Medikation führte das Team eine Regressionsanalyse (1:1 adjustiert auf Alter, Geschlecht, Komorbiditäten und vorherige Behandlungen) durch. Bei den DOAK Apixaban, Edoxaban und Rivaroxaban zeigte sich ein signifikanter Nachteil im Vergleich mit VKA (Tab.1): Das Risiko für einen Tod jeglicher Ursache lag in der Apixaban-Gruppe um 91 Prozent höher als in der VKA-Gruppe (Hazard Ratio (HR): 1,91), in der Edoxaban-Gruppe um 72 Prozent (HR: 1,72) und in der Rivaroxaban-Gruppe um 36 Prozent höher (HR: 1,36). In der Dabigatran-Gruppe hingegen zeigte sich zwar ein leichter, aber kein statistisch signifikanter Unterschied (HR: 1,05).
Ähnliches zeigte sich für weitere primäre Endpunkte (s. auch Tab.1):
- MACCE (“Major adverse cardiac and cerebrovascular events”, definiert als akuter Myokardinfarkt, ischämischer Schlaganfall, Kammerflimmern, Reanimation oder Tod jeglicher Ursache): Auch hier waren Apixaban, Edoxaban und Rivaroxaban mit einem signifikant höheren Risiko für ein MACCE assoziiert als der VKA, während dieser Zusammenhang für Dabigatran nicht signifikant war (HR 1,59; 1,40; 1,20 bzw. 1,03).
- Schwere thromboembolische Ereignisse: Die Einnahme von Apixaban und Edoxaban war mit einem signifikant höheren Risiko assoziiert (HR: 1,22 bzw. 1,15). Für Rivaroxaban und Dabigatran zeigte sich kein statistisch signifikanter Unterschied.
- Schwere Blutungen traten unter Dabigatran und Rivaroxaban signifikant seltener auf als unter VKA (HR 0,81 bzw. 0,95), in der Edoxaban-Gruppe allerdings signifikant häufiger (HR 1,10). Für Apixaban konnte kein signifikanter Unterschied festgestellt werden.