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Frühsommer-MeningoenzephalitisIn Bayern, Niedersachsen, Brandenburg: RKI deklariert 3 neue FSME-Risikogebiete

In Deutschland gibt es drei neue FSME-Risikogebiete. Aber auch in Nicht-Risikogebieten sollte während der Zeckensaison bei entsprechender Symptomatik überall differenzialdiagnostisch an FSME gedacht werden, erinnert das Robert Koch-Institut und gibt Tipps für die Anamnese.

Zeckenreiches Jahr: 2024 wurde die zweithöchste Erkrankungszahl seit Beginn der Datenerfassung im Jahr 2001 gemeldet.

Berlin. Zu den FSME-Risikogebieten des Robert Koch-Instituts (RKI) kommen drei neue Regionen hinzu, von denen zwei an bekannte Risikogebiete grenzen: In Bayern der Stadtkreis Augsburg und in Brandenburg der Landkreis Elbe-Elster, in Niedersachsen der Landkreis Celle (s. unten).

Somit sind in Deutschland aktuell 183 Kreise als FSME-Risikogebiete ausgewiesen. Bayern und Baden-Württemberg sind damit fast vollständig als Risikogebiet eingestuft.

Zur Erinnerung: In Deutschland besteht ein Risiko für eine FSME-Infektion vor allem in Bayern und Baden-Württemberg, in Südhessen, im südöstlichen Thüringen, in Sachsen und im südöstlichen Brandenburg.

2024 wurden auch in Bundesländern ohne FSME-Risikogebiete vereinzelt FSME-Erkrankungen beobachtet, sodass besonders während der Zeckensaison bei entsprechender Symptomatik überall in Deutschland differenzialdiagnostisch an FSME gedacht werden sollte, berichtet das RKI im aktuellen Epidemiologischen Bulletin.

Die Anamnese sollte sowohl durchgemachte FSME-, Gelbfieber-, Japanische Enzephalitis-, Denguefieber-, Westnilvirus-(WNV-) und Zikavirus-Erkrankungen als auch frühere Impfungen gegen FSME, Denguefieber, Gelbfieber, Japanische Enzephalitis bzw. Aufenthalte in den entsprechenden Endemiegebieten erfassen. Eine Exposition mit diesen Erregern oder Impfungen könne zu einem falsch-positiven FSME-Ergebnis führen.

Insgesamt wurde 2024 mit 686 FSME-Erkrankungen die zweithöchste Erkrankungszahl seit Beginn der Datenerfassung im Jahr 2001 gemeldet, berichtet das RKI weiter. Die höchste Fallzahl wurde 2020 berichtet. Dies entspreche fast dem Doppelten des jährlichen Medianwertes von 352 Erkrankungen.

Auch 2024 war die Mehrzahl (98 Prozent) der übermittelten FSME-Erkrankten gar nicht oder unzureichend geimpft, d.h. die Grundimmunisierung war unvollständig oder Auffrischimpfungen fehlten. “Ein hoher Anteil der auftretenden FSME-Erkrankungen könnte wahrscheinlich durch eine Steigerung der Impfquoten insbesondere in Risikogebieten mit hoher FSME-Inzidenz verhindert werden”, so das RKI.

Die STIKO empfiehlt eine FSME-Impfung für Personen, die in FSME-Risikogebieten leben und zeckenexponiert sind. Auch in Risikogebieten seien die Impfquoten weiterhin gering, insbesondere bei Personen im Alter über 60 Jahren, bei denen das Risiko einer schweren Erkrankung deutlich erhöht ist.

red

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