Unter Schluckauf verstehen wir die unwillkürliche und nicht unterdrückbare Kontraktion des Zwerchfells und der Interkostalmuskeln. Diese ist gefolgt von einem abrupten Verschließen der Glottis, was typischerweise mit einer “hicksenden” Einatmung einhergeht. Der “Singultus” entspricht wörtlich dem plötzlichen Anhalten des Atems beim Schluchzen.
Wir unterscheiden eine akute (< 48 Stunden) und eine chronische (gelegentlich wochenlange) Verlaufsform [1]. Nach gegenwärtigem Verständnis entsteht ein Schluckauf, wenn sich entlang des Bailey’schen Reflexbogens eine raumfordernde Läsion entwickelt hat oder Medikamente oder andere systemische Einflussgrößen die Neurotransmitter-Konzentrationen entlang des Reflexbogens verändert haben (Abb. 1, [2] unten).