Allgemeinmedizinerin Dr. Gabriele Reimers ist auch Psychotherapeutin – und hat so viel Freude daran, dass sie trotz Ruhestand weiterarbeitet. Wie lassen sich die beiden Fachgebiete gut vereinbaren?
Frauenpower: Das Team der hausärztlichen Gemeinschaftspraxis in Altenberge.
Seit fast zwei Jahren ist Dr. Gabriele Reimers im Ruhestand – und arbeitet noch immer in der Praxis ihrer Nachfolgerin. “Ich hatte das Glück, von ihr weiter angestellt zu werden”, sagt Reimers lachend. “Ich habe immer viel Freude an meinem Beruf gehabt und sah keinen Grund, freiwillig darauf zu verzichten. Außerdem war ich ohnehin ganz erstaunt, das Renteneintrittsalter schon erreicht zu haben.”
Ausbildung im zweiten Anlauf
Reimers arbeitete in den 80er Jahren zunächst als Allgemeinmedizinerin in einer Einzelpraxis, später dann in einer fachübergreifenden Praxisgemeinschaft mit ihrem Mann, einem Psychotherapeuten und Nervenarzt. Bereits in den Neunzigerjahren dachte sie über eine Weiterbildung zur Psychotherapeutin nach, ließ sich jedoch vom damit verbundenen Aufwand abschrecken.
“Zehn Jahre später, als meine Kinder größer waren, habe ich dann aber doch noch eine tiefenpsychologische Ausbildung begonnen.” Eine Entscheidung, die sowohl für sie als auch für ihre Patientinnen und Patienten gut gewesen sei: “Ich würde es immer wieder machen”.
Nachdem sie ihre Zulassung als Kassen-Psychotherapeutin erhalten hatte, stellte sie jedoch rasch fest, dass sie die Unterstützung weiterer Allgemeinmediziner brauchte: “Wenn ich mich für 50 Minuten in einer Sitzung mit einem Patienten befinde und währenddessen ein Notfall kommt, ist das natürlich schwierig. Deshalb habe ich beschlossen, mit zwei Kolleginnen eine Gemeinschaftspraxis zu gründen.”
Win-win-Situation
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