17,6 Prozent mehr Brustkrebserkrankungen wurden in einer Studie durch den Einsatz einer Künstlichen Intelligenz (KI) beim Mammografie-Screening entdeckt. Für die PRAIM-Studie wurden die Daten von mehr als 463.000 Frauen ausgewertet, die zwischen 2021 und 2023 an insgesamt zwölf Standorten in Deutschland am Mammografie-Screening teilgenommen hatten.
Dabei wurde etwa die Hälfte der Mammografien mithilfe einer KI ausgewertet, die andere Hälfte durch Doppelbefundung von Radiologinnen und Radiologen.
Ergebnis: Unter 1.000 Frauen mit KI-Befundung wurden 6,7 Brustkrebsfälle entdeckt, unter 1.000 Frauen ohne KI-Befundung 5,7 Fälle – ein Unterschied von 17,6 Prozent. Mithilfe einer KI wurde also pro 1.000 Frauen ein zusätzliches Mammakarzinom erkannt. Gleichzeitig wurden durch die KI-Befundung nicht mehr Frauen zu zusätzlichen Untersuchungen eingeladen (KI: 37,4/1.000 vs. 38,3/1.000 Frauen).
red
Quelle: 1. doi 10.1038/s41591-024-03408-6