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StudienergebnisseErhöhtes Risiko für Hüftfrakturen unter Gabapentinoiden

Gabapentinoide sollten bei gebrechlichen Personen und bei Menschen mit CKD nur mit Vorsicht eingesetzt werden, so das Resümee.

Unter Gabapentin oder Pregabalin ist einer Studie zufolge das Risiko für Hüftfrakturen erhöht, und zwar besonders bei Menschen mit chronischer Nierenkrankheit (CKD) und bei Gebrechlichkeit (Frailty). Das geht aus einer Fall-Kontroll-Studie hervor, für die das Team Daten von mehr als 28.000 hospitalisierten Menschen mit einer Hüftfraktur analysiert hat.

Rund 2.900 von ihnen hatten 1 bis 60 Tage vor Hospitalisierung ein Gabapentinoid in einer Apotheke erhalten. Das Team verglich bei diesen Personen das Risiko für eine Hüftfraktur innerhalb dieses Zeitraums (1 bis 60 Tage vor Fraktur) mit einem Zeitraum 121 bis 180 Tage vor Fraktur, die Personen bildeten also ihre eigene Kontrollgruppe.

Ergebnis: Bereinigt nach Einflussfaktoren wie weitere ZNS-wirksame Substanzen ergab sich ein um 30 Prozent höheres Risiko für eine Hüftfraktur im Zeitraum 1 bis 60 Tage nach Gabapentinoid-Ausgabe (OR: 1,30; 95%-KI: 1,07-1.57). Besonders hoch war das Risiko bei Menschen mit einer CKD (OR: 2,41; 95%-KI: 1,65-3,52) und bei Menschen mit “Hospital Frailty Risk Score” (HFRS) ≥5 (OR: 1,75; 95% KI: 1,31-2,33).

Fazit für die Praxis: Gabapentinoide sollten bei gebrechlichen Personen und bei Menschen mit CKD nur mit Vorsicht eingesetzt werden, schreibt das Team. Ähnliche Risikosteigerungen hätten Studien beispielsweise für Benzodiazepine (32 Prozent höheres Risiko für Hüftfrakturen) und das Opioid Tramadol ergeben (32 Prozent höheres Risiko).

Quelle: doi 10.1001/jamanetworkopen.2024.44488

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