Brustschmerzen und ST-Hebungen: Nicht immer ist ein Herzinfarkt schuld, wie der Fallbericht eines 23-jährigen Mannes ohne bekannte Vorerkrankungen zeigt.
Patienten mit einer akuten Herzmuskelentzündung können sich mit einem sehr variablen klinischen Bild präsentieren.
Ein 23-jähriger Patient kommt am Morgen gleich zu Sprechstundenbeginn in Ihre Praxis. Der junge Mann macht einen kranken Eindruck, nur mit Mühe und langsam bewegt er sich zur Untersuchungsliege.
Er berichtet über seit circa zwei Tagen bestehendes Fieber bis 39 Grad Celsius sowie eine ausgeprägte allgemeine Schwäche. In der vergangenen Nacht sei es außerdem aus der Ruhe heraus zu einer kurzen Episode mit starken, stechenden linksthorakalen Schmerzen gekommen. Diese hätten nach etwa zehn Minuten von alleine sistiert und seien seitdem auch nicht wieder aufgetreten.
Vorerkrankungen sind keine bekannt, Erkältungssymptome sowie Übelkeit, Erbrechen und Durchfall werden verneint. Er ist dreifach gegen Sars-CoV-2 geimpft (letztmalig vor einem halben Jahr) und hat zu Beginn der Pandemie eine leichte Corona-Infektion mit ambulantem Verlauf durchgemacht. Aufgrund der berichteten linksthorakalen Schmerzen nehmen Sie ein Troponin und eine CK ab und schreiben ein EKG (siehe Abbildung 1 unten).
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