Wechseljahresbeschwerden haben deutliche Auswirkungen auf den Arbeitsalltag. Das zeigt die im März veröffentlichte Studie “Women In Change” der Healthcare Frauen (HCF). Fast acht von zehn Frauen mit kognitiven Beschwerden wie Konzentrationsstörungen fühlen sich demnach in ihrer beruflichen Leistungsfähigkeit beeinträchtigt. Mehr als 76 Prozent der Befragten leiden unter körperlicher Erschöpfung, 61 Prozent unter Schlafstörungen und 58 Prozent unter depressiven Verstimmungen.
Die Studie macht zudem deutlich, dass es nicht nur um individuelle Gesundheitsfragen geht, sondern auch um wirtschaftliche Folgen: 19 Prozent der Betroffenen reduzierten ihre Arbeitsstunden, 14 Prozent nahmen eine Auszeit, 12 Prozent wechselten ihre Position und 7 Prozent gingen sogar früher in den Ruhestand.
Der Verein HCF plädiert daher dafür, das Thema zu enttabuisieren. “Es fehlt an Wissen, an Unterstützung und an strukturellen Maßnahmen”, so Vorstandsmitglied Cornelia Wanke. Gerade der Verlust erfahrener Führungskräfte bedeute für Unternehmen Engpässe und hohe Kosten für Neubesetzungen.