Nach einer anaphylaktischen Reaktion – etwa bei einem Insektenstich – erhalten Betroffene ein Notfallset, damit sie bei einem erneuten Ereignis gerüstet sind. Die Anwendung ist aber nicht gerade selbsterklärend. Deswegen hat Allgemeinmedizinerin Dr. Katrin von der Assen ein Notfall-Merkblatt entwickelt.
Bei einer anaphylaktischen Reaktion ist man beeinträchtigt und in Panik.
Bekanntlich sind es drei Substanzen, die im Notfall verabreicht werden müssen: Antihistaminikum, Kortison und Adrenalin. Die genauen Einnahmemodalitäten den Betroffenen einmal zu erklären, reicht sicher nicht. Auch der Hinweis “lesen Sie sich die Packungsbeilagen durch” birgt viele Unsicherheiten.
Bei einer anaphylaktischen Reaktion ist man beeinträchtigt und in Panik. Fehlanwendungen können tödlich sein. Daher sollte eine genaue Handlungsanweisung mit den Medikamenten immer parat sein – für die Betroffenen und Angehörige, Freunde oder Passanten, die helfen müssen.
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Da eine solche detaillierte für jede Hausarztpraxis verfügbare Patienteninformation bisher nicht existierte, hat sich Dr. Katrin von der Assen, Fachärztin für Allgemeinmedizin in der SLK-Praxis MVZ Möckmühl, Gedanken gemacht. Zusammen mit anderen Kolleginnen und Kollegen im Forum Weiterbildung des Hausärztinnen- und Hausärzteverbands hat sie ein Merkblatt entwickelt (s. Kasten oben).
Jedes Praxisteam kann den “Notfallplan Anaphylaxie” verwenden und für die eigene Praxis anpassen, auch was die Markennamen der verordneten Substanzen angeht, so ihre Idee. “Im Forum Weiterbildung versuchen wir immer, uns gegenseitig zu unterstützen”, erklärt die Allgemeinärztin. “Gerade Kolleginnen und Kollegen, die noch in der Weiterbildung oder erst frisch niedergelassen sind, können vom Forum und dem Werkzeugkasten Niederlassung sehr profitieren.”
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