Serie Kompressionstherapie: Teil 1
Ein Viertel der Gesamtbevölkerung in Deutschland leidet an Krampfadern (Varikose) – einer chronisch-progredienten Erkrankung des oberflächlichen Beinvenensystems [4]. Zu den häufigsten Symptomen zählen Schwere- und Spannungsgefühl, Schmerzen, Schwellungen sowie Pochen in den Beinen – mit negativen Auswirkungen auf die Lebensqualität [5], [6].
Die Varikose-Studie unter Federführung von Prof. Dr. med. Markus Stücker (Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, St. Josef-Hospital, Ruhr-Universität Bochum) liefert nun wichtige Erkenntnisse zum Einsatz von MKS mit der niedrigsten Kompressionsklasse I (18-21 mmHg) bei Patientinnen und Patienten mit Venenleiden [1].
Signifikante Beschwerdelinderung unter der Kompressionstherapie
In die Studie wurden 50 erwachsene Patientinnen und Patienten mit unkomplizierter Varikose (CEAP: C2s-C4a) eingeschlossen und im Verhältnis 1:1 in die MKS-Gruppe oder Kontrollgruppe ohne MKS randomisiert. Über einen vierwöchigen Beobachtungszeitraum wurde in der MKS-Gruppe der Beschwerde-Gesamtscore signifikant um ca. 30% reduziert (p = 0,004), wohingegen der Gesamtscore in der Kontrollgruppe ohne MKS unverändert blieb (Abb. 1).